Was macht ein Klempner? Aufgaben, Ausbildung und Unterschied zum Installateur


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Monteur arbeitet am freigelegten Abflussanschluss hinter einem Waschbecken

Klempner, Installateur, Anlagenmechaniker SHK: Wer bei einer Verstopfung, einem Rohrbruch oder einer neuen Armatur den richtigen Handwerker sucht, stolpert schnell über drei verschiedene Berufsbezeichnungen für scheinbar dieselbe Arbeit. Hier ist die Erklärung, ohne Umwege.

Was macht ein Klempner heute wirklich?

Ursprünglich war der Klempner der Handwerker für Arbeiten an Blech: Dachrinnen, Regenrohre, Fassadenverkleidungen. In Süddeutschland und Österreich heißt dieser Beruf bis heute Spengler oder Flaschner. Im allgemeinen Sprachgebrauch, vor allem in Berlin und im Norden Deutschlands, hat sich „Klempner“ längst zum Sammelbegriff für den Sanitär- und Heizungsinstallateur entwickelt, also für genau die Arbeiten, die Facility Fix 24 täglich ausführt:

  • Reparatur und Austausch von Rohrleitungen, Armaturen und Sanitäranlagen
  • Behebung von Verstopfungen, Rohrbrüchen und Leckagen
  • Installation und Wartung von Heizungsanlagen
  • Bad- und Küchensanitärinstallation, auch im Rahmen einer Badsanierung
  • Notdienst bei akuten Wasser- und Heizungsschäden

Klempner: Bedeutung und Herkunft des Wortes

Das Wort Klempner kommt von „klempern“, einem alten Ausdruck für das Hämmern und Treiben von Blech. Gemeint war also ursprünglich der Handwerker, der Bleche formt, biegt und verbindet. Übrigens schreibt man Klempner ohne t: Die Schreibweise „Klemptner“ ist ein häufiger, aber falscher Ableger.

Je nach Region heißt derselbe Blechberuf unterschiedlich:

Bezeichnung Wo gebräuchlich
Klempner Nord- und Ostdeutschland, auch Berlin
Spengler Bayern, Österreich, Schweiz
Flaschner Baden-Württemberg, vor allem Schwaben
Blechner Teile Süd- und Südwestdeutschlands

In Berlin und Norddeutschland meinen die meisten Menschen mit „Klempner“ allerdings nicht den Blechhandwerker, sondern den Sanitärinstallateur, der Rohre, Abflüsse und Armaturen repariert.

Klempner, Installateur, Anlagenmechaniker SHK: der Unterschied

Drei Begriffe, die im Alltag oft durcheinandergeworfen werden:

Klempner

Historisch der Blechner-Beruf für Dachentwässerung und Verkleidungen. Umgangssprachlich heute meist gleichbedeutend mit Sanitärinstallateur.

Installateur / Sanitärinstallateur

Zuständig für Trinkwasser-, Abwasser- und Gasinstallationen sowie den Einbau von Sanitäranlagen. Deckt sich inhaltlich fast vollständig mit dem, was umgangssprachlich als „Klempner“ bezeichnet wird.

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK)

Die offizielle, seit 2003 gültige Berufsbezeichnung in Deutschland. Sie fasst Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in einer einzigen Ausbildung zusammen und hat die früher getrennten Berufe Gas-Wasser-Installateur und Zentralheizungsbauer abgelöst.

In der Praxis heißt das: Ein Handwerksbetrieb, der sich „Klempner“ nennt, beschäftigt in aller Regel ausgebildete Anlagenmechaniker SHK. Der Name ist Tradition, die Qualifikation dieselbe.

Klempner als Beruf: Ausbildung und Qualifikation

Wer heute Rohre, Abflüsse und Sanitäranlagen installiert, hat in der Regel eine duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik absolviert. Sie dauert dreieinhalb Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Danach ist der Weg zum Meister möglich, der zur Führung eines eigenen Betriebs berechtigt.

Daneben gibt es den Ausbildungsberuf Klempner weiterhin, ebenfalls mit dreieinhalb Jahren Ausbildungsdauer. Dieser Klempner im engeren Sinn arbeitet vor allem mit Blech: Dachrinnen, Fallrohre, Dach- und Fassadenbekleidungen aus Zink, Kupfer oder Aluminium. Umgangssprachlich wird der Begriff aber für beide Berufe verwendet.

Für Sie als Kunde ist deshalb weniger der Name entscheidend als die Frage, ob der Betrieb in der Handwerksrolle eingetragen ist und von Fachleuten mit abgeschlossener Ausbildung geführt wird.

Klempner oder Dachdecker bei der Dachrinne?

Dachrinnen und Regenrohre liegen historisch im Kernbereich des Klempners beziehungsweise Spenglers, nicht des Dachdeckers. Der Dachdecker deckt das Dach selbst ein, der Klempner sorgt für die Entwässerung. In der Praxis arbeiten beide Gewerke bei einer Dachsanierung eng zusammen. Bei einer verstopften oder undichten Dachrinne ohne größere Dachsanierung ist der Klempner meist der richtige erste Ansprechpartner.

Wann brauche ich einen Klempner?

Die häufigsten Anlässe, aus denen Kunden von Facility Fix 24 anrufen:

FAQ: Was ist ein Klempner?

Was ist ein Klempner?

Ursprünglich der Handwerker für Blecharbeiten wie Dachrinnen und Regenrohre. Im heutigen Sprachgebrauch meist gleichbedeutend mit Sanitär- und Heizungsinstallateur.

Was macht ein Klempner konkret?

Reparatur und Installation von Rohrleitungen, Armaturen, Heizungsanlagen und Sanitäranlagen, dazu Notdienst bei Rohrbrüchen, Verstopfungen und Heizungsausfällen.

Woher kommt das Wort Klempner?

Von „klempern“, einem alten Wort für das Hämmern von Blech. Der Klempner war ursprünglich der Blechhandwerker.

Was ist ein Flaschner oder Spengler?

Regionale Bezeichnungen für denselben Blechberuf: Spengler sagt man in Bayern, Österreich und der Schweiz, Flaschner in Schwaben, Blechner in Teilen Südwestdeutschlands.

Welche Ausbildung hat ein Klempner?

Meist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK. Der Ausbildungsberuf Klempner mit Schwerpunkt Blech existiert daneben weiterhin.

Was ist der Unterschied zwischen Klempner und Installateur?

Im Alltag praktisch keiner. Beide Begriffe werden umgangssprachlich für dieselbe Tätigkeit verwendet, die offizielle Berufsbezeichnung lautet heute Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Was ist der Unterschied zwischen Klempner und Sanitärinstallateur?

Auch hier gilt: umgangssprachlich sind es Synonyme. „Sanitärinstallateur“ beschreibt den Tätigkeitsbereich genauer, „Klempner“ ist der traditionellere, umgangssprachlich gebräuchlichere Begriff.

Repariert ein Klempner auch die Küche oder den Geschirrspüler?

Den Wasseranschluss und Abfluss von Spüle und Geschirrspüler, ja. Die Reparatur des Geräts selbst übernimmt in der Regel ein Elektrogeräte-Techniker.

Ist ein Klempner für die Dachrinne zuständig?

Ja, Dachrinnen und Regenrohre gehören historisch zum Kernbereich des Klempners. Bei einer kompletten Dachsanierung arbeitet er mit dem Dachdecker zusammen.

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